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Das Gotteshaus - Die evangelische Pfarrkirche zu Datterode

Auf dem Wandstück daneben, zwischen dem nordöstlichen und dem östlichen (= Chorhaupt-) Fenster, ist eine jugendliche Heilige mit Märtyrerkrone, Nimbus und leicht gewelltem, über die Schultern fallendem Haar zu sehen, da auch bei dieser Hei­ligen keine Attribute mehr erkennbar sind, ist ein Ansprechen der Heiligen nicht möglich.

 

Das benachbarte Fenstergewände zeigt eine weibliche Heilige in der Art der zuvor genannten Figur, die durch ihre Attribute hinlänglich einwandfrei anzusprechen ist, wenngleich ihr Antlitz verblasst ist: Margareta von Antiochien. Ihre Attribute Dra­chen und Kreuzstab sind gut erkennbar; mit ihrer Linken weist sie auf das Kreuz an ihrem Stab. Im rechten Fenstergewände tritt uns eine gut erhaltene Heilige entgegen, ganz in der Art der anderen bereits erwähnten gegeben, zeigt sie ein ockerfarbenes Kleid, einen purpurfarbenen Umhang, lang herab fallendes Haar. Ihr Haupt ist wieder bekrönt und numbiert, in ihrer Rechten hält sie ein Buch, in ihrer Linken einen Palm­zweig, der sie zusammen mit der Krone eindeutig als Märtyrerin ausweist, doch sind ihre beiden Attribute Buch und Palmzweig zu allgemein, als dass sie sich dadurch ein­wandfrei deuten ließe.

Das benachbarte Wandstück zeigt wiederum eine jugendliche gekrönte und numbierte Heilige mit lang herab wallendem Haar; ihre Rechte hält als Attribut einen Gegen­stand, der als Radspeiche oder als großer Nagel anzusprechen ist. Eine schlüssige Deutung dieser Heiligen ist bisher nicht gelungen. Es ist fraglich, ob wir hierbei an Katharina von Alexandrien denken können, die gewöhnlich mit einem (gelegentlich zerbrochenen) Rad und einem Schwert dargestellt wird.

lm Fenstergewände daneben erscheint eine ebenfalls gut erhaltene Heilige in der bekannten Form. Ihre Rechte deutet auf ein nicht mehr erkennbares Attribut, oder sollte es nur ein Buch sein? Im rechten Gewände des südöstlichen Fensters ist eine Heilige mit in einem Witwenschleier verhüllten Kopf dargestellt; ihre Rechte weist auf einen Kelch, den sie in der Linken hält; vermutlich handelt es sich um die Heilige Barbara, oder sollte es sich wegen des Schleiers um die Heilige Elisabeth von Thüringen handeln?

Das etwas breitere Wandstück daneben zeigte wohl ursprünglich zwei Heilige, von denen sich nur eine Figur erhalten hat, ein männlicher Heiliger in Diakonstracht mit Märtyrerpalme in der Linken und einem Buch in der Rechten. Vielleicht handelt es sich hier um den heiligen Stephanus.