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Positiver Rückblick auf 2013 – Spannende Vorhaben für 2014

Lesung 2014 wird ein herausragendes Ereignis in der Region

Am Samstag, 22.03.2014, fanden sich erfreulich viele Mitglieder des HVD in der Pension Hose in Datterode zur Mitgliederversammlung (JHV) 2013 ein. Der Vorsitzende begrüßte neben der Mitgliederschar den Bürgermeister der Gemeinde Ringgau, Klaus Fissmann, den Ortsvorsteher, Thomas Schmidt, den Ehrenvorsitzenden des HVD, Karl Beck sowie sehr herzlich das langjährige Mitglied Peter Sippel, der es sich auch im 91. Lebensjahr nicht nehmen ließ, die Vereinsveranstaltung zu besuchen. Nach dem Eingangszitat von Wilhelm Grimm: „In meiner Heimat haften, das fühle ich, meine lebhaftesten Triebe und Anregungen, ich habe dort den frischesten und glücklichsten Teil meines Lebens zugebracht, und das Andenken daran hängt mir fester als alles andere“, ließ man das Vereinsjahr 2013 Revue passieren. Rund 750 Ehrenamtsstunden wurden von dem „überschaubaren“ aktiven Teil im abgelaufenen Jahr zum Wohle von Verein und Dorf geleistet. Der Vorstand rückte in seinem Rechenschaftsbericht zum abgelaufenen Jahr Folgendes in den Mittelpunkt:


Ein Teil der Versammlungsteilnehmerinnen und -teilnehmer

Das Projekt zur Neugestaltung des Kirchrains wurde durch intensive Zuarbeit für das Fundament der neuen Treppe fortgeführt. Die Gemeinde hat die neuen Stufen inzwischen setzen lassen. Die ausstehenden Restarbeiten will der HVD in diesem Jahr erledigen. Einmal mehr standen zudem Pflege vereinseigener und öffentlicher Einrichtungen im Zentrum. Arbeiten, die erst dann wahrgenommen werden, wenn sie nicht gemacht werden. Bei den Vorarbeiten zur Stolpersteinverlegung in Erinnerung an einstige jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger in Herleshausen konnte Unterstützungsarbeit geleistet werden. Am 09.03.2013 führte der HVD eine Müllsammelaktion i. R. des Umwelttages durch. 13 Mitglieder des HVD sammelten über vier Zentner Müll. Anlässlich des Himmelfahrtstages wurden zum 26. Mal durch zwei HVD-Mitglieder Müllsäcke am Weg zur Boyneburg ausgehängt und der Müll in der Folge entsorgt. Für den „Tag der deutschen Einheit“ reinigten Mitglieder den Platz an der Einheitslinde am Lohköpfchen, wie auch ein Mitglied zum Volkstrauertag erneut das Umfeld des Ehrenmals säuberte. Um dem zunehmenden Desinteresse gegenüber Natur und Umwelt und der damit einhergehenden Verarmung etwas entgegenzusetzen, wurden weitere Nistkästen u. a. auf der Streuobstwiese angebracht. Aktuell wurden in den ersten Wochen des neuen Jahres zudem weitere 30 Nistkästen gebaut und ausgehängt. Für die Bereicherung der inzwischen sehr „aufgeräumten“ Kulturlandschaft hat der HVD in 2013 begonnen, Obstbäume in der Flur zu pflanzen. Ein Unterfangen, das auch im neuen Vereinsjahr fortgesetzt werden soll.

Erfreut zeigten sich die Mitglieder, dass auch wieder eine Schulklasse der Grundschule in Röhrda das HVD-Museum besuchte. Über den weiter ausgebauten Internetauftritt des HVD sind bleibende Kontakte entstanden, die sowohl 2014 als auch 2015 avisierte Besuche von Nachfahren einstiger Datteröder erwarten lassen. Im Rahmen der Buchpräsentation „Es war einmal im Ringgau“ wurde die Autorin, Frau Edit Engelmann (Pseudonym), die familiäre Wurzeln in Datterode hat, am 16.10.2013 im Bürgersaal des „Marktwert“ unterstützt. Die vereinseigene Lesung am 17.11.2013 Roman „Tod auf dem Elisabethpfad“ von Rolf Müller, Kassel, war ein großartiger Erfolg. Sehr schnell waren alle mitgebrachten Exemplare des Autoren verkauft, eine Nachbestellung innerhalb kürzester Zeit ebenfalls vergriffen. Ein „rundes“ Vereinsjahr, wie die Versammlung einmütig bestätigte. Nach dem Rechenschaftsbericht und dem Bericht des Kassenprüfers wurde der Vorstand durch die Mitglieder entlastet.

Aus der Mitgliederschar wurden Thomas Beck und Berthold Blaschke als Vorsitzender bzw. stellvertretender Vorsitzender benannt und einstimmig gewählt. Beide bedankten sich für das Vertrauen. Axel Schroth wird dem Vorstand als einstimmig gewählter Schriftführer neu angehören. Der bisherige Schriftführer, Wolf-Dieter Lautze, übernimmt nach einstimmiger Wahl das Amt des Kassenwartes. Den scheidenden Vorstandsmitgliedern Heiko Beck und Bernhard Lohmüller wurde für ihr Engagement über acht Jahre ein langanhaltender Applaus zuteil. Sie haben erheblichen Verdienst daran, dass der Verein heute sehr gut dasteht. Gerade in schwierigen Zeiten Verantwortung für ein Ehrenamt zu übernehmen, ist so selbstverständlich nicht. Als bescheidenes Dankeschön überreichte der Vorsitzende ihnen jeweils einen „Vereinswein“. Sie werden zweifelsohne als Motoren für die Vereinsarbeit erhalten bleiben.

Für den ausscheidenden Kassenprüfer Willi Neusüß wählte die Versammlung für zwei Jahre einstimmig Alicja Lohmüller. Als weiterer Kassenprüfer erhielt Dieter Sachs für die Dauer eines Jahres von der Versammlung den Auftrag.

Für 25-jährige Vereinstreue wurde im Rahmen der Versammlung Otto von Boyneburgk mit der obligatorischen Urkunde und der silbernen Ehrennadel des Vereins ausgezeichnet. Herr von Boyneburgk stellte in seiner launigen Dankesrede die besondere Verbindung Datterodes mit der Boyneburg noch einmal in den Mittelpunkt. Einiges zur Namensgebung und -nutzung der Boyneburg war manchem Anwesenden sicherlich neu. Drei weitere „silberne“ Jubilare waren am Erscheinen gehindert. Die Auszeichnung für 40 Jahre Vereinstreue mit der goldenen Ehrennadel für Walter Ritz musste später erfolgen, da der Jubilar persönlich nicht erscheinen konnte (siehe am Ende dieser Seite). Eine besondere Ehrung erfuhr Edith Opitz, der für 50-jährige Zugehörigkeit zum HVD die Ehrenmitgliedschaft verliehen wurde. Frau Opitz kam 1964 nach Datterode, besser zum Gut Harmuthshausen. Eine der ersten Maßnahmen war seinerzeit, dem Heimatverein beizutreten, wie sie augenzwinkernd erzählte.

Edith Opitz und Otto von Boyneburgk freuen sich über ihre Ehrungen

Der Arbeits- und Finanzplan 2014, der von der Mitgliederversammlung einstimmig angenommen wurde, sieht u. a. die Forstsetzung des Projektes am Kirchrain, sowie die Pflege herausragender Einrichtungen im Dorf vor. Der HVD wird in 2014 einen neuen Wanderweg mit dem „Naturpark Meißner-Kaufunger Wald“ aufstellen. Die Anbindung vorhandener Wege, wie des Datteröder „Burgweges“ und des „Werra-Burgen-Steiges“, werden dadurch realisiert. Dass mit Otto von Boyneburgk der stellvertretende Vorsitzende des Beirates des „Naturparks Meißner-Kaufunger Wald“ als Mitglied des HVD zugegen war, ist der Zielstellung zweifelsohne zuträglich. Der Vorsitzende appelliert an die Mitglieder, die dazu anstehenden Arbeiten, die federführend beim neuen stellvertretenden Vorsitzenden zusammenlaufen, zu unterstützen.

Die Fortschreibung der Homepage, die Besucherbetreuung, aber auch die traditionelle Lesung zum Ende des Jahres werden weitere Schwerpunkte bilden. Letztere wird in 2014 eine ganz besondere Veranstaltung werden. Stephan Krawczyk, der Wegbereiter der friedlichen Revolution in der damaligen DDR, wird aus Anlass des 25. Jahrestages des „Mauerfalls“ am 16. November 2014 im Bürgersaal des „Marktwert“ eine konzertante Lesung durchführen. Dies wird ein Höhepunkt nicht nur im Vereinsleben sein. Dank der Gewinnung von Sponsoren kann die bekannte Persönlichkeit der Zeitgeschichte zu uns nach Datterode eingeladen werden. Einig war sich die Versammlung, dass auch trotz der positiven Mitgliederentwicklung eine breitere Beteiligung der Heimatfreundinnen und Heimatfreunde im Rahmen des Arbeitsplanes erfolgen muss. Ein weiterer Mitmachappell, weil sonst die Arbeit auf den wenigen Schultern liegen bleibt und auch diesen Heimatfreundinnen und Heimatfreunden dann irgendwann die Freude an der gemeinnützigen Arbeit vergehen kann.

Seit Jahrzehnten HVD-Mitglied und immer dabei: Peter Sippel im 91. Lebensjahr! Bravo!

Bürgermeister Klaus Fissmann unterstrich in seinem Grußwort die gute Zusammenarbeit der letzten Jahre und betonte das Miteinander – wo immer machbar – zum Wohle des Ortsteils, aber auch der Kommune insgesamt. Das Beispiel der Restauration am Kirchrain, sei ein deutliches Zeichen der Gemeinde, Vorhaben, die Vereine anstoßen und die der Allgemeinheit dienen und dabei die Gemeinde in ihren Aufgaben entlasten, nach besten Kräften zu unterstützen. Bürgermeister Fissmann erläuterte anstehende Restaurations- und Straßenbaumaßnahmen im Dorf. Er hofft weiterhin auf die bewährt gute Zusammenarbeit mit dem HVD. Insbesondere auch die Umsetzung des neuen Wanderweges stehe im Verbund mit dem HVD an; dazu werden die Ausschreibungen in Kürze erfolgen.

Ehrenvorsitzender Karl Beck überbrachte ein musikalisches Grußwort, indem er die „Ode an die Freude“ und „Der Lindenbaum“ („Am Brunnen vor dem Tore“) mit der Mundharmonika intoniert. Dafür erhielt er langanhaltenden Applaus.

Der Vorsitzende schloss die Versammlung und zitierte abschließend ein Gedicht von Julius Sturm (* 21. Juli 1816 in Köstritz; † 2. Mai 1896 in Leipzig; einer der bedeutendsten Dichter der Spätromantik; von 1856 bis 1885 Pfarrer von Köstritz):

Der Bauer und sein Kind
Der Bauer steht vor seinem Feld
und zieht die Stirne kraus in Falten:
»Ich hab' den Acker wohl bestellt,
auf reine Aussaat streng gehalten;
nun seh' mir Eins das Unkraut an!
Das hat der böse Feind gethan.«
Da kommt sein Knabe hoch beglückt,
Mit bunten Blüthen reich beladen;
im Felde hat er sie gepflückt,
Kornblumen sind es, Mohn und Raden,
er jauchzt: »Sieh, Vater, nur die Pracht!
Die hat der liebe Gott gemacht.«

Nachgeholte Ehrungen für lange Mitgliedschaft
Die Ehrungen, die anlässlich der Mitgliederversammlung nicht durchgeführt werden konnten, da die Jubilare verhindert waren, wurden in den Folgewochen nachgeholt. Konnte Irene Fissmann für 25-jährige Mitgliedschaft nicht persönlich angetroffen werden, hatte der Vorstand aber die Freude, Jürgen Nippoldt die silberne Ehrennadel anzuheften:

Die Auszeichnung für 40 Jahre Vereinstreue mit der goldenen Ehrennadel für Walter Ritz konnte nach dessen Rückkehr aus dem Urlaub nunmehr ebenfalls nachgeholt werden: