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Arbeitsaktionen - Schock am Lindenbaum


Arbeitseinsätze

Ortsbegehung mit Bürgermeister

Bänke auf dem Anger erneuert
Nachdem die Farbe der bisherigen Holzbänke auf der Angermitte abgeblättert war, diverse Schmierfinken ihre Spuren auf der liebevoll gestaltetet Fläche hinterlassen und die Bankbretter zum Teil beschädigt oder gar herausgetreten hatten, wurden nunmehr von einigen HVD-Freunden mithilfe gelagerten Eichenholzes neue Bankbretter geschnitten, bearbeitet und Anfang Juni installiert. Es bleibt zu hoffen, dass die Bänke in ihrer Attraktivität erhalten bleiben und auch Anwohner/Passanten ein Auge darauf haben, um möglichen Vandalen das Handwerk zu legen. Das Foto zeigt die nunmehr wieder sehr ansehnliche Angermitte, rund um die „Barnhouse-Linde“.


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Die neuen Sitzbänke im Zentrum des Angers

Ortsbegehung mit Bürgermeister Fismann
Lange hatte der Vorstand des HVD es schon vor: Eine Ortsbegehung mit dem Bürgermeister, um ihn auf einige hässliche, zum Teil verwahrloste Ecken und defekte Einrichtungen im Dorf hinzuweisen. Am 6. Juni war es dann endlich soweit. Ziel war es, den Bürgermeister zu sensibilisieren. Der einstige Vorzeige- und Luftkurort muss wieder attraktiver werden. Öffentliche Einrichtungen bedürfen der Pflege – auch bei schmalen Kassen. Der zunehmenden Verwahrlosung ist entgegenzutreten. Im Zuge der „Ortsbereisung“ konnten einige Absprachen getroffen werden. Arbeiten, die der HVD übernehmen würde, wurde ebenso listenmäßig erfasst, wie die Bereiche und Arbeiten, die in der Verantwortung der Kommune stehen. Der Eindruck verfestigte sich, dass die entsprechenden Vorhaben sukzessive von der Kommune angegangen werden.

Der Schock
U. a. wurde auch über die „Linde am Barbarossabrunnen“ (vgl. Linde am Barbarrossabrunnen) gesprochen. Hintergrund ist das fortwährende Drängen des Besitzers des ehemaligen Raiffeisengebäudes (nicht Einwohner unseres Dorfes), der nach Aussage des Bürgermeisters nachhaltig und wiederkehrend auf einem Schnitt des Baumes besteht, weil angeblich dem Dach des Gebäudes Schaden drohen würde. Bürgermeister Fissmann sagte dem HVD zu, ein Gutachten zum Baum erstellen zu lassen (dies sei auch im Ortsteil Röhrda am Anger geschehen, wo die Linde nach den Angaben des Gutachters ausgelichtet worden sei). Mit diesem Versprechen war der HVD einverstanden. Am folgendem Montag, dem 8. Juni, jedoch, traute man seinen Augen nicht. Der Baum war geschnitten worden. Aber nicht nur „gelichtet“, sondern einseitig – zum alten Raiffeisengebäude hin – rasiert, ja „vergewaltigt“. Die für die Statik des Baumes wichtigen dicken Äste wurden rums-stums auf Höhe der Außenwand gekappt. Der HVD ist schockiert. Diverse E-Mails und Telefonate mit Bgm. Fissmann folgten. Mitglieder des HVD äußerten ihre tiefe Bestürzung ob dieser Verschandelung. Der Schnitt habe sich mit unserer Absprache überschnitten, äußerte der Bürgermeister! Dies ist nicht tragbar! Einige der aktiven HVD-Mitglieder haben infolge dieser unabgestimmten Maßnahme bereits ihre Überlegungen dargelegt, nichts mehr für die Allgemeinheit zu leisten! Bgm. Fissmann hat das Gutachten dennoch in Auftrag gegeben – immerhin. Auch wurde ihm bedeutet, dass die Schnittstellen zügig mit Wundmittel zu behandeln sind. Auch das sagte er zu. Es bleibt abzuwarten, ob und wie sich ggf. unsere alte Linde „rächen“ wird!


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Die „vergewaltigte“ Linde; deutlich sichtbar die gekappten
Äste zum „Raiffeisengebäude“

Dieser Baum stand bereits schon, als all’ die heutigen Bewohner des Dorfes noch nicht geboren waren. Er steht hoffentlich auch noch, wenn wir alle dereinst unter der Erde liegen – Linden können übrigens bis zu 1000 Jahre alt werden. Dass es dabei auch noch Menschen gibt, die den Baum ob des Herbstlaubes am Liebsten ganz weg haben würden, belegt einmal mehr, wo wir heute auch auf dem Dorf hingekommen sind: Ahnungslosigkeit, Desinteresse und Unwissenheit.

Pfarrer Battenberg, der Linde 1912 pflanzte, würde sich ob solcher Ignoranz im Grabe rumdrehen. Der HVD ist schockiert, tief betroffen, wütend, aber auch bodenlos traurig. So ist ein Zusammenwirken des HVD mit der Kommune zum Wohle unseres Gemeinwesens nicht vorstellbar.