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Das Museum

War die ehemalige Pfarrscheune, in der sich heute das Museum des Heimatvereins Datterode e. V. befindet, über viele Jahre als Gemeinschaftskühlanlage genossenschaftlich genutzt worden, so überließ die Evangelische Pfarrei Datterode der Gemeinde Ringgau per Vertrag vom 24. Juli 1986 das Gebäude für 25 Jahre zur kostenfreien Nutzung als Abstellraum. Die Gemeinde wurde in dem Vertrag berechtigt, die Nutzung Datteröder Vereinen zu überlassen. Die Kostenfreiheit ergab sich aus der finanziellen Mitwirkung der Gemeinde Ringgau an der Instandsetzung der Scheune im Rahmen des Dorferneuerungsprogramms.


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Der Nutzungsvertrag

 

Von der Möglichkeit, die Scheune örtlichen Vereinen zur Verfügung zu stellen, wurde insoweit Gebrauch gemacht, als die Gemeinde im Jahre 1991 dem Heimatverein Datterode e. V. das Gebäude zur Einrichtung eines „Heimatmuseums und Boyneburg-Stube“ überlassen wollte. Dieser Nutzung stimmte die Kirchengemeinde zu.

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Schriftverkehr zur Einrichtung des Museums

 

Nach Bestätigung der Nutzungsänderung durch das Landeskirchenamt am 21. November 1991 begannen die Arbeiten im Gebäude. Nach enormen Anstrengungen enthusiastischer Mitglieder des Heimatvereins entstand über einige Jahre ein kleines aber sehr feines Museum, das Raum für „anfassbare“ Geschichte in Form diverser Exponate bietet. Mitte 1995 war das Museum in der heutigen Form fertig gestellt.

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Hereinspaziert

 

Im ersten Raum nach dem Eingang betritt man einen Flur, der beherrscht wird von einer linksseitig gelegenen, mannshohen und mehrere Meter langen Glasvitrine, die einesteils als Wechselschaukasten, anderenteils als Dauerausstellungsfläche für das von unseren Mitgliedern Karl Pfaff, Berthold Blaschke und Harald Eifler in über 700 Arbeitsstunden erstellte Modell der Boyneburg um 1400 dient.

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Links Schaubereich für Wechselausstellungen; rechts Dauerausstellung mit Modell der Boyneburg

 

Auf der rechten Seite des Flures finden wir die Treppe in die erste Etage, dahinter Exponate mit Schwerpunkt „Schusterwerkstatt“.

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Schusterwerkstatt und andere Exponate

 

Durch eine historische Haustür tritt man sodann in den zentraler Raum des Museums, eine komplett eingerichtete Küche im Stil der 20er Jahre des 20. Jahrhunderts. Hier fühlen sich Besucherinnen und Besucher in eine längst vergangene Zeit zurück versetzt. Alle Möbelstücke, Einrichtungsgegenstände und Gerätschaften lassen Interessierte die Lebensumstände einer ländlichen Familie begreifen, war es doch bis in die Neuzeit die Küche, wo sich das alltägliche Leben abspielte. Es wäre müßig, hier den ganzen Bestand aufzuzählen. Machen Sie sich doch selbst ein Bild und erfassen die Detailtreue, des mit viel Liebe eingerichteten Raumes. Die folgenden Fotos vermitteln Ihnen einen ersten Eindruck.

 

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Die Küche wird nicht nur als Museum angesehen. Sie ist ein gemütlicher Raum für Zusammenkünfte, Feiern und Mundartabende. Es ist schon ein Erlebnis, wenn auf dem alten Herd eine Hausschlachterbratwurst vor sich hin brutzelt, die dazu gehörigen Zwiebeln schmoren und der Raum vom Duft dieser Köstlichkeiten erfüllt ist.

Über die Treppe gelangt man in die erste Etage. Von hier aus hat man einen sehr guten Blick auf die Ausstellungsstücke, die oberhalb der Glasvitrine positioniert sind. Zudem ist die Wand des Treppenaufgangs mit weiteren historischen Ausstellungsstücken und Fotos ausgestattet.

Leider ist die Deckenhöhe im Obergeschoss niedriger, so dass größere Besucher auch einmal den „Kopf einziehen“ müssen. Dennoch lohnt auch diese Ausstellungsfläche, sind doch über Jahre diverse Gegenstände aus Haus, Hof, Schule und dem Arbeitsleben vergangener Zeiten zusammengetragen worden. Damit wurde „begreifbare“ Geschichte vor der Vernichtung bewahrt.

 

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Um das Museum, das man im Allgemeinen nach Vereinbarung besuchen kann, vielen Menschen zugänglich zu machen, veranstaltet der Heimatverein seit 2007 jährlich einen „Tag des offenen Museums“ am „Internationalen Museumstag“. Dabei wird ein Schwerpunktthema in den Vordergrund gestellt. War es 2007 die 900. Wiederkehr der ersten urkundlichen Erwähnung der Boyneburg, rückte in 2008 die „Datteröder Tracht“ in den Mittelpunkt. Der Museumstag 2011 war den Datteröder Postkarten der letzten 120 Jahre gewidmet.

Unter Archiv -> Veranstaltungsarchiv können Sie Informationen über den ersten „Tag des offenen Museums“ 2007 bzw. im Archiv der Folgejahre über die nächsten Museumstage nachlesen. Den nächsten Termin finden Sie unter Aktuelles -> Termine.

Wir laden Sie herzlich ein, unser Museum zu besuchen. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf! Sie sind uns herzlich willkommen!